psychotherapeutische praxis

beratung - coaching - therapie

Gestalttherapie

Gestalttherapie gehört zu den sogenannten humanistischen Therapieformen, die sich in der Mitte des letzten Jahrhunderts aus der Tiefenpsychologie entwickelt haben.
„Gestalt“ im Sinne von „Gestalt annehmen“ steht für Themen, die oft hinter dem von uns bewusst Erlebten liegen. Gestalttherapie schafft einen Raum der Wertschätzung und Wahrnehmung, in dem diese Themen sein und sich zeigen dürfen.

Wesentliche Wirkfaktoren der Gestalttherapie:

  • Die Basis und der sichere Raum für alle therapeutischen Prozesse in der Gestalttherapie ist eine tragfähige „therapeutische Beziehung“. Sie ist geprägt von Seiten des Therapeuten durch eine offene, wertschätzende und akzeptierende Haltung allen Formen des so-geworden-Seins gegenüber.
  • Gestalttherapie konzentriert sich auf das Erleben im „Hier und Jetzt“, weil alle Erfahrung, auch die des sich Erinnerns, nur in der Gegenwart stattfindet.
  • Gewahrsein“ ist ein für das Verständnis der Gestalttherapie wesentlicher Begriff. Er definiert sich als das bewusste Erleben von Empfindungen, Gefühlen und Absichten und wird als der eigentliche heilende Wirkfaktor im therapeutischen Prozess angesehen. Der therapeutische Prozess lässt sich als angeleitetes Selbstwahrnehmen beschreiben. Veränderungen vollziehen sich nicht durch gezielte Bemühungen oder Eingaben von außen, sondern ergeben sich aus einem sich entwickelnden kontinuierlichen Wahrnehmungsprozess.

 

Gestalttherapie im geschichtlichen Kontext:

Gestalttherapie gehört wie die Gesprächspsychotherapie (Rogers), die Logotherapie (Frankl) und das Psychodrama (Moreno) zu den Humanistischen Therapieformen, die in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts anfingen, sich zu etablieren. Sie entstanden vor dem Hintergrund und in Auseinandersetzung mit der Tiefenpsychologie und der Psychoanalyse von Sigmund Freud.

Dramatherapie / Theatertherapie

Drama-/ Theatertherapie ist eine körper- und handlungsorientierte Therapieform. In Abgrenzung zum Psychodrama (Moreno) geht es ihr aber nicht primär um die Aufarbeitung biographischer Zusammenhänge, sondern zunächst um die Schaffung neuer Erlebnis- und Erfahrungsräume.

Wesentliche Wirkfaktoren der Drama-/Theatertherapie:

In der Drama- und Theatertherapie wird davon ausgegangen, dass elementare Gefühle wie Wut, Angst, Freude oder Trauer körperlich erlebt werden, auch wenn sie sich u.U. in Worten noch nicht ausdrücken lassen. Theatertherapie schafft durch unterschiedliche Handlungsangebote kreative Schutz-Räume, sich auszudrücken und Alternativen zu gewohnten Handlungsmustern zu erproben. Das sind für sich schon wertvolle Erlebnisse und Erfahrungen. Sie können darüber hinaus aber auch für den weiteren therapeutischen Prozess genutzt werden.

Drama-/Theatertherapie im geschichtlichen Kontext:

Die Prinzipien der zeitgenössischen Dramatherapie wurden in den 1960er Jahren vor allem in England, den USA und den Niederlanden entwickelt. In diesen Ländern hat sich der Begriff „dramatherapy“ etabliert, während in Deutschland vom Berufsverband der deutschen Theatertherapeuten (DGfT) eher die Bezeichnung Theatertherapie verwendet wird. Wichtige Pioniere waren Renee Emunah, Sue Jennings und Robert Landy.

Die systemische Aufstellung

Die systemische Aufstellung nach Siegfried Essen geht davon aus, dass durch Verkörperung Wirkzusammenhänge in Systemen sichtbar und konkret erfahrbar gemacht werden können. Ziel ist es, kreative Lösungswege für Störungen innerhalb eines Systems zu erforschen und erlebbar zu machen. Verkörperung kann dabei durch Stellvertreteraufstellung innerhalb einer Gruppe erfolgen, aber auch durch symbolische Repräsentationen im Einzelsetting.

Systemisch: Im systemischen Sinne ist eine psychische Störung immer im Zusammenspiel unterschiedlicher Elemente eines Systems zu sehen. Dieses Zusammenspiel wird im Falle einer Störung als belastend und leidvoll erlebt. Das klassische System ist die Familie. Aber auch andere soziale oder gesellschaftliche Zusammenhänge, ja selbst die unterschiedlichen Anteile in einem Menschen können dabei als System betrachtet werden.